Progressive Muskelrelaxation

Progressive Muskelrelaxation bedeutet „fortschreitende Muskelentspannung“. Die PMR ist ein an der Muskulatur ansetzendes Entspannungsverfahren. Und neben dem Autogenen Training (AT) das am weitesten verbreitete und am besten erforschten Entspannungsverfahren unserer westlichen Welt.

 

Erfunden wurde die PMR von Edmund Jacobson (1888 – 1983). Er fand heraus, dass Anspannungen der Muskulatur häufig im Zusammenhang mit Unruhe, Stress und Angst auftreten. Diese innere Anspannung führt oft zu Verspannungen, Verkrampfungen, Herz – Kreislauferkrankungen und Magen – Darm – Krankheiten.

 

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine Lockerung der Muskulatur i.d.R. mit einem Ruhegefühl und mentalen Entspannung belohnt wird. Körper und Psyche beeinflussen sich also gegenseitig.

Ziel der Progressiven Muskelrelaxation

Um mit der PMR wirkliche Erfolge zu erhalten, sollte regelmäßig geübt werden. Bei der PMR werden die Muskelgruppen von Mal zu Mal zusammengefasst, sodass du am Ende in der Lage bist durch einfaches Visualisieren / Vergegenwärtigung in die Entspannung zu gelangen. Du lernst zunächst durch Anspannung einzelner Muskelgruppen deinen Körper wieder bewusst wahrzunehmen.

 

Ziel der PMR

  • ist eine Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung
  • die Wiederherstellung des normalen Grundspannungszustandes
  • der Ausgleich zu übermäßiger körperlicher und seelischer Spannung
  • die Förderung der Stresskompetenz
  • und die Vorbeugung typischer stressbedingter Krankheiten

Anwendungsbereiche und Grenzen der pmr

Bei Überforderung durch Dauerstress können sich psychosomatische und körperliche Beschwerden wie:

  • Erhöhte Herzfrequenz / erhöhter Blutdruck
  • Schwitzen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Chronische Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Zähneknirschen
  • Verspannungen besonders im Schulter- / Nackenbereich
  • Und Angstgefühle, Depression und Burn-out zeigen.

Die PMR kann also erfolgreich Anwendung finden bei:

  • Zu hohem Blutdruck
  • Allgemeiner Nervosität und Hyperaktivität
  • Migräne
  • Essstörungen
  • Asthma
  • Durchblutungsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsproblemen
  • Zur Angstbewältigung
  • Umgang mit Alltagsstress
  • Zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Störungen
  • Allgemeinen Gesundheitsvorsorgen und Wohlbefinden
  • Und zur persönlichen Entwicklung durch ein besseres Körpergefühl, Ruhe und Gelassenheit

Es gibt aber auch Grenzen. Wenn du:

  • Organische Ursachen für eine Krankheit vorliegen solltest du zunächst einen Arzt aufsuchen und dein Vorhaben mit ihm klären
  • Kleine Kinder, da gibt es Spezialisten, die sich dafür haben ausbilden lassen
  • Menschen mit größeren körperlichen Behinderungen, denen es schwer fällt oder gar unmöglich macht ihre Muskeln anzuspannen
  • Auch, wer Tranquilizer / Beruhigungsmittel zu sich nimmt, sollte zunächst mit seinem Arzt oder Therapeuten Rücksprache halten.

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